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Flammarion Ausblick
rezensiert von Michael Falkenstein

Im Dezember 1998 ist die erste Ausgabe des Jack-Vance-Fanzines „Flammarion Ausblick“ erschienen. Vom Gesamteindruck her gehört es auf jeden Fall zur Spitzenklasse deutscher Fanzines, wenn man auch, wegen der stark beschränkten Thematik doch Abstriche machen muß. Es ist zwar sehr lobenswert, ein Fanzine nur über Jack Vance zu machen, doch sollte der Herausgeber, zumindest bei späteren Ausgaben, vorsichtshalber nicht mit allzu großer Resonanz rechnen. Als Liebhaberprojekt von Ludger C. Albrecht, Andreas Irle und Wolfgang Bauer ist diese Nr. 1 aber auf jeden Fall sehr empfehlenswert für alle. Neben vielen schwer zugänglichen Informationen über Jack Vance, interessanten Beiträgen und einem Interview gibt es auch ein deutsches Werkverzeichnis des Autors und viele Hinweise auf weitere Informationen. Auch ein kurzer Auszug aus dem neuesten, noch nicht auf deutsch erschienenen Roman Ports of Call und sogar ein Jack-Vance Rätsel fehlt nicht. Besonders loben möchte ich an dieser Stelle noch einmal den für Graphik und Layout verantwortlichen Wolfgang Bauer, der trotz Beschränkung auf schwarz/weiß geradezu Unglaubliches geleistet hat. Für Vance-Fans und alle die es werden wollen, ist diese Zine ein Muß.
 Bemängeln möchte ich eigentlich nur, das bei der Vorstellung der Autoren, die Jack Vance als seine Vorbilder bezeichnet, bei John D. MacDonald nur ein einziger SF-Roman erwähnt wird. Es fehlt u.a. The Girl, the Gold Watch and Everything (1962) das neben einer Krimihandlung auch (laut Moewig Terra 179-Cover) Humor und Sex enthält. Ich wollte es eigentlich in einer Rezension von Nicholson Baker´s Roman The Fermata (1994) erwähnen, da es um das gleiche Thema (Mann erlangt irgendwie die Fähigkeit, die Zeit anzuhalten) geht. Ich habe dann darauf verzichtet, weil Florian F. Marzin es in seiner Rezension im Heyne-SF-Jahrbuch als simplen Porno bezeichnet hat. (Jetzt habe ich doch noch einen Aufhänger gefunden, diese Information loszuwerden.) Interessant ist übrigens, das jemand mit dieser „Fähigkeit“ für alle anderen unsichtbar ist. Leider ergibt sich als gemeinsamer Nenner neuerer Werke, daß ein Mann, der plötzlich diese Fähigkeit bekommt, sie, wie Baker´s Held Arno, als erstes dazu nutzt, Frauen unter den Rock zu schauen. Sind Männer wirklich so infantil? Glücklicherweise können wir es nicht ausprobieren. Der Vollständigkeit halber möchte ich hier noch erwähnen das es im Internet mit Time out of Time auch noch eine 132-teilige Hard Core-Version von einem gewissen „Crimson Dragon“ zu diesem Thema gibt.

Flammarion Ausblick
DIN A5, 40 S., s/w
Redaktion:
Ludger C. Albrecht
Klarenstr. 30
50354 Hürth-Kendenich
Jahresabo: D+6,- + Porto für 2 Ausgaben

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Und hier noch der obligatorische Hinweis auf die Präambel meiner Seiten, und daß die Inhalte dieser Seite keine Meinungsäußerung der RWTH-Aachen darstellen.

letzte Änderung am 26. Februar MCMXCIX