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Auszug aus:
„Psychotic Behavier Patterns in Modern Society“
by Drs. William C. Tayle and Ralph D. Fairy
(Nincom, Poop & Suckers, New York), 386 pp. US+12.50
... Dieses Phänomen (- Verlust des Orientierungsvermögens in der realen Umwelt – d. Übers.) ist in besonderem Maße bei der Gruppe von Individuen zu beobachten, die sich den Literaturgattungen der Science Fiction und Fantasy verschrieben haben. Anhand der zwischen den Jahren 1955 und 1958 an einer repräsentativen Auswahl von 450 amerikanischen Science-Fiction-„Fans“ vorgenommenen Untersuchungen ergibt sich, daß die festgestellten Zustandsbilder dieses Personenkreises, der ja ipso facto durch seine irreale, eskapistische Lebenseinstellung charakterisiert ist, hauptsächlich psychotischer Natur sind. Soweit sich exakte Untersuchungen anstellen ließen, war ein eindeutiges Übergewicht der endogenen Psychosen gegenüber den exogenen festzustellen.
Unter den ersteren sind es besonders die Schizophrenien, die einem großen Teil der untersuchten Personen anhafteten. Kennzeichnend ist die Abspaltung von der sozialen Gemeinschaft, für deren Mitglieder das schizophrene Verhalten und Denken schlechthin unverständlich und uneinfühlbar ist – ein Umstand, der erfahrungsgemäß erheblich zur Versteifung des Krankheitsbildes beiträgt.
Der soziale Kontakt wird auch dadurch beeinträchtigt, daß die schizophrene Gruppe der „Fans“ häufig eine durch Wortneubildung und Formenzerfall charakterisierte Privatsprache entwickelt und ausgeprägt autistische Tendenzen aufweist. Die so erkrankten Individuen wirken daher nach außen oft kalt, gleichgültig und arrogant; indem ihre subjektive Umwelt ganz auf sie selbst konzentriert ist, erliegen sie einem sensitiven Beziehungswahn, wobei illusionäre Umdeutungen im Sinne des Verfolgtwerdens von „Stimmen“ und des Beeinflusstwerdens von irrealen, magischen Mitteln (Strahlen, fremde Gedanken, extraterrestischen Wesen, „UFO“s, ect.) vorkommen.
Die einzelnen Wahnideen entspringen gewöhnlich einer Unheimlichkeitsstimmung, die unter Umständen sogar eschatologischen Charakter einnehmen kann. Sie schließen sich zumeist zu einem bizarren System zusammen, aus der sich für den „Fan“ bisweilen eine blasphemische Erlöser- und Prophetenrolle ergibt. Diese intrapsychische Ataxie wird augenfällig durch den schismatischen Zustand des sogenannten „Fandoms“ demonstriert, das sich einigen zeitweilig unternommenen Einigungsbestrebungen widersetzt hat und in eine Vielzahl von einander bitter bekämpfenden Gruppen gespalten ist. ...
... Wie eine statistische Auswertung der Ergebnisse einer am
New York State Asylum durchgeführten psychoanalytischen Untersuchung
ergab, waren 32.6 % der Insassen bis zum Zeitpunkt ihrer Einweisung in
die Anstalt (und zum Teil noch darüber hinaus) regelmäßige
Science-Fiction-Leser oder ausgesprochene „Fans“; auf Grund dieser Ergebnisse
läßt sich ein Kausalnexus kaum noch leugnen. – Im einzelnen
schlüsselten sich die diagnostischen Zustandsbilder wie folgt auf:
46.4 % Dementia praecox
11.6 % katatonische Hebephrenie
16.0 % paranoide Hebephrenie
23.3 % zirkuläre Psychosen (vom manisch-depressiven Typ)
1.5 % organische Psychosen (Dementia senilis, Epilepsie,
endokrine Störungen, ect.)
Angesichts der bekannten Anfälligkeit der Jugendlichen für SF, Fantasy und ähnliche paranormale Medien erscheint der hohe Anteil von Jugendwahnsinn nicht weiter überraschend. Bemerkenswert ist jedoch, daß in vielen Fällen dieser Zustand ohne nennenswerte Übergangsperiode unmittelbar in das Zustandbild der senilen Demenz führt. - Bei den Fällen von zirkulärem Irresein war zu beobachten, daß in der manischen Periode eine gesteigerte Aktivität entwickelt wird, die – besonders bei Kranken mit sehr hohem IQ – in oft raffinierter Weise zur geschäftlichen Übervorteilung anderer verwandt wird. ...
... Bezüglich der spezifischen Ursachen der festgestellten
Phänomene konnte auf Grund der zur Verfügung stehenden Daten
keine endgültige Entscheidung getroffen werden. ... Zumindest teilweise
verantwortlich sind zweifelsohne Regressionen auf traumatische Erlebnisse
in der oralen und frühen analen Phase ... sowie inadäquate Libido-Abfuhr
in der Post-Adoleszenz.
... Von weiterer primärer Bedeutung bei der Fixierung der untersuchten
Psychosen dürfte das Bestreben der „Fans“ zur Sublimierung gewisser
Appetenz-Aversions-Konflikte sowie zur Überkompensation abnormer Inferioritätskomplexe
sein.
Aus SOL Ausgabe 16 – November/Dezember 1959
aus dem Amerikanischen übersetzt
von Rolf C. Gindorf
gefunden von Horst Schwagenscheidt
( Das ist der Beweis für das, was ich schon immer vermutet habe:
SF-Fans haben einen an der Klatsche! Ein einziger Haufen schizophrener
Psychopathen! Aber wenn das schon 8 Jahre vor Star Trek der Fall
war, ... Oh Gott, oh Gott! (M.P.) )
Und hier noch der obligatorische Hinweis auf
die Präambel
meiner Seiten, und daß die Inhalte dieser Seite keine Meinungsäußerung
der RWTH-Aachen darstellen.
letzte Änderung am 15. Januar MCMXCVIII