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Nachrichten
aus der "Realität" |
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6.Oktober
1999
Mögliche
Bruchstücke vom Pluto entdeckt
Planetenforscher
der Abteilung für Weltraumstudien des Southwest Research Institute
in Boulder, US-Bundesstaat Colorado haben im Kuiper-Gürtel ein paar
Objekte entdeckt, die möglicherweise Überreste der gewaltigen
Kollision sind, die das Pluto-Charon-System geschaffen hat. Pluto und Charon,
die die Sonne etwa 40 mal weiter als die Erde umlaufen, stellen das einzige
bekannte Doppelplanetensytem im Sonnensystem dar.
Dieser Doppelplanet
ist eingebettet in einen Bereich von Planetoiden, Kometen und Miniatureiswelten,
die unser Planetensystem in einer dicken Scheibe umgeben, dem sogenannten
"Kuiper Gürtel". Der Kuiper Gürtel, benannt nach dem niederländischen
Astronomen Jan Kuiper, der in der Mitte dieses Jahrhunderts zuerst die
Existenz eines solchen Bereichs vorhersagte, ist größer, dichter
bevölkert und eisreicher als sein besser bekannter Cousin, der Asteroiden-Gürtel,
der überwiegend aus felsigen Überresten besteht, die den Bereich
zwischen Mars und Jupiter beheimaten.
Astronomen vermuten
bereits seit etwa einem Jahrzehnt, daß sich Pluto und sein 1200 km
großer Begleiter
Charon durch
eine gigantische Kollision zwischen dem Proto-Pluto und einem weiteren
Kuiper-Gürtel-Objekt(KGO)
gebildet haben. Hinweise darauf bestünden in der Konfiguration der
Bahn des
doppelten Himmelskörpers,
den relativen Massen und dem Drehimpuls des Pluto-Charon-Systems.
Jetzt haben Astronomen
des Southwest Research Institute entdeckt, daß einige spezielle KGOs,
die "Plutinos"
genannt werden,
da sie dem Pluto benachbarte Umlaufbahnen einnehmen, tatsächlich Überreste
aus dem
Entstehungsprozess
von Pluto und Charon sein könnten.
Dieser Schluß
stützt sich auf drei Hinweise: Erstens der deutlichen Ähnlichkeit
der Bahnen der KGOs und Pluto, die
mit der erwarteten Verteilung von Überresten nach einem möglichen
Kollisionsereignis einhergeht; Zweitens die
Farben von Pluto, Charon und einigen KGOs, die vermuten lassen, daß
alle diese eine gleiche
Oberflächenzusammensetzung
besitzen; und drittens die Größenverteilung der Objekte, die
aufgrund von Studien über
Kollisions-Katastrophen anhand von Laborsimulationen und der Beobachtung
bereits bekannter
Asteroidenfamilien
vermuten läßt, daß es sich um Überreste aus dem Pluto-Charon-Bildungsprozess
handelt.
Weitergehende
Forschung wird nötig sein, um diese neue Hypothese, genannt "Plutos
Familie", zu beweisen.
Sollten zukünftige
Untersuchungen dies bestätigen, so wäre das die erste Entdeckung
einer "genetisch bedingten Familienverwandtschaft"
im Kuiper-Gürtel. Weiterhin, da der Kuiper-Gürtel als eine Region
bekannt ist, aus der immer
wieder Kometen ins innere Sonnensystem hin abgelenkt werden, könnte
tatsächlich ein kleiner, aber nicht unbedeutender
Anteil der Kometen, die von den Astronomen beobachtet werden, aus dem selben
Material wie Pluto
und Charon bestehen.
Quelle: Spacedaily, Southwest
Research Institute
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Und hier noch der obligatorische Hinweis auf
die Präambel meiner Seiten, und daß die Inhalte
dieser Seite keine Meinungsäußerung der RWTH-Aachen darstellen.
letzte Änderung am 12. November MCMXCIX