Einladung
zum Düsseldorfer SF-Treff
am 20.9.2003 ab ca. 16:00 Uhr
Erkrather Krug, Erkrather Straße 91, ab 16:00 Uhr
Science Fiction und Satire
Ein Interesse an Satiren hatte ich immer. Als SF-Fan fielen mir natürlich diejenigen sofort ins Auge, die ganz offenkundig phantastische Elemente enthielten, bei denen man - oberflächlich betrachtet - sogar denken könnte, es handle sich um SF-Stories oder ein Gedicht.
Gibt es einen Zusammenhang von SF und Satire? Warum sind phantastische Elemente in einer Satire anzutreffen?
Dieser Frage werde ich nachgehen: dies gilt es herauszustellen und zu erörtern. Natürlich war es nicht leicht, aus der Flut von existierenden Satiren etwas herauszufiltern, aber wie bei jedem anderen Thema auch muss man sich eben auf etwas Bestimmtes beschränken, symptomatische Beispiele auswählen.
Und so entschied ich mich für die folgenden Textvorlagen:
1.) Hermann Kasack (1896 - 1966): Mechanischer Doppelgänger - entnommen aus: Deutsche Erzählrer der Gegenwart, Reclam 1959. Deutsche Erstveröffentlichung unter dem Titel Der Automat in Die Aktion 6 - 1916
2.) Kurt Kusenberg (1904 - 1983): Schnell gelebt - entnommen aus: Die Sonnenblumen, Rohwolt 1951.
3.) Erich Kästner (1899 - 1974): Das letzte Kapitel - entnommen aus: Die Masken des Krieges, Signal-Verlag 1966. Deutsche Erstveröffentlichung in Ein Mann gibt Auskunft - 1930
Zwei Pole wird der Vortrag haben: Zum einen komme ich auf das Wesen der Satire zu sprechen, ihren Platz innerhalb der Literaturepochen (kurz umrissen) und dann vor allem ihre Abgrenzung zur SF.
Zum anderen handelt es sich um die spezielle Betrachtung der satirischen Texte. Darüber erhoffe ich mir eine sehr lebhafte Diskussion mit vielen weiterführenden Anregungen!
Beate Tribukeit