Einladung zum
 
 Düsseldorfer SF-Treff
 
am 17.1.2004 ab ca. 15:00 Uhr

Erkrather Krug, Erkrather Straße 91
 

Der englische SF-Autor
James Graham Ballard

 
Vortrag von Michael Iwoleit


Einführende Worte zum Thema:

J. G. Ballard ist ein progressiver SF-Autor, den ich persönlich sehr gut leiden kann. Er wurde 1941 in Schanghai geboren, lebt aber heute in der Nähe von London und ist ein bedeutender britischer Schriftsteller. Von den Literaturkritikern im Vereinten Königreich wird er sehr geachtet. John Sutherland schrieb in der Sunday Times: "There are those (I am among them) who would back Ballard as Britain's number one living novelist."

Das ist schon ein echtes Kompliment, insbesondere für einen Schriftsteller, der auch kreative Science Fiction schreibt. Ballard gehört zu den Menschen, die es meisterhaft verstehen, das Medium Literatur zum Zwecke der Gesellschaftskritik einzusetzen.

Das neueste Werk von J. G. Ballard erschien am 15.9.2003 bei Flamingo unter dem Titel: Millenium People. Der moderne Ballard hat sich weitgehend von der Genre-Formel Science Fiction getrennt...

 

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         Wichtige Romane von J. G. Ballard sind:

  • Karneval der Alligatoren (1962, dt. V. 1970),
  • Der Sturm aus dem Nichts (1962, dt. V. 1964),
  • Welt in Flammen / Die Dürre (1964, dt. V. 1968),
  • Kristallwelt (1966, dt. V. 1969),
  • Die Betoninsel (1973, deutsche Version 1981),
  • Crash - der Mann, der Verkehrsunfälle liebte (1973, dt. V. 1985),
  • Der Block / Hochhaus (1975, dt. V. 1982),
  • Freiflüge / Traum GmbH (1979, dt. V. 1982)
  • Hallo Amerika (1981, dt. V. 1984),
  • Das Reich der Sonne (1984, dt. V. 1985),
  • Der Tag der Schöpfung (1987, dt. V. 1990),
  • Running Wild - das Pangbourne-Massaker (1988, dt. V. 1997)
  • Das große Herz der Frauen (1991, dt. V. 1993)
  • Stürmt das Paradies/ Höllentrip ins Paradies (1994, dt. V. 1996)

Seine drei neuesten Romane sind:

  • Cocaine Nights (1996),
  • Super-Cannes (2000) und
  • Millenium People (2003, siehe oben).

 

Zum weiterführenden Studium hier noch ein paar Links:

Ein Bericht über J. G. Ballard wäre nicht vollständig, ohne die Spielfilme zu erwähnen.

"Das Reich der Sonne" [Empire of the Sun] wurde 1987 von Steven Spielberg verfilmt. In den Hauptrollen sehen wir Christian Bale und John Malkovich. Der Film dauert 154 Minuten. Das Budget betrug 38 Millionen Dollar. Die hat er aber nicht eingespielt, sondern nur 22 Millionen Dollar. Also war es wirtschaftlich ein Flop.

"Das Reich der Sonne" war die erste große Hollywood-Produktion ist, die je in der Volksrepublik China entstand. Die Handlung hat deutliche autobiografische Züge: Schanghai 1941 - die Japaner marschieren in China ein. Der elfjährige Jim, Sohn eines englischen Industriellen, wird im Chaos von den Eltern getrennt. Mit den Ganoven Basie (John Malkovich) und Frank schlägt er sich durch, bis sie schliesslich in ein Lager verbracht werden. Dort freundet sich Jim mit einem japanischen Kampfpiloten an. Jim begreift langsam, was es heißt, wenn man nicht wie er auf der Sonnenseite des Lebens zur Welt kommt. Der Film war übrigens für mehrere Oscars nominiert, aber auch das hat nicht geklappt.

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letzte Änderung am 13. Januar MMIV
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